Direkt zum Hauptinhalt

Protokoll BOT-Plenum: 08. September 2026

Ort
Online
Beginn
19:00 Uhr
Ende
21:26 Uhr
Anwesende Botschafter:innen
  • Angy
  • Arild
  • Corinna
  • Esther
  • Irini
  • Michaela
  • Niels
  • Phil (ab 19:30 Uhr)
  • Monika (ab 19:44 Uhr)
  • Heike (ab 20:21 Uhr)
Stimmenübertragung(en)
  • Heike -> Michaela (bis 20:21 Uhr)

Tagesordnungspunkte (TOPs)

Folgende öffentliche Tagesordnungspunkte wurden besprochen.

TOP 1: Durchführung von Einführungsabholungen außerhalb Hamburgs

Das Neufoodsaver:innen Begrüßungsteam aus Herzogtum Lauenburg (Nachbarbezirk von Hamburg) erfragt, ob Hamburger Neulinge ihre Einführungsabholungen auch in Betrieben der Nachbarbezirke durchführen können.

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Regel, die Betriebe in denen die Einführungsabholungen stattfinden müssen reguliert. Dennoch wünscht sich das Begrüßungsteam eine Positionierung des HH BOT-Plenums.

Abstimmungsfrage: Hamburger Neu-FS dürfen ihre Einführungsabholungen ebenfalls in Bezirken außerhalb Hamburgs ablegen.

Dafür: 5
Dagegen: 0
Enthaltungen: 3

TOP 2: Öffnung der Plenumssitzungen

Bis März 2020 fand das Hamburger foodsharing Plenum stets öffentlich statt. Danach wurde es im Rahmen des Corona-Chaos durch die damals amtierenden BOTs in ein geschlossenes Botschafter:innen Plenum umgewandelt. Gerne würde ich, wo die Bezirksumstrukturierung nun endlich durchgeführt werden konnte, wieder ein öffentliches Hamburger foodsharing Plenum anstelle des geschlossenen BOT-Plenums einführen.

Ein öffentliches Hamburg Plenum benötigt Struktur und einen klaren Ablauf. Ich sehe die Botschaftenden nicht in der Rolle alleinig über diese Struktur zu bestimmen und schlage daher vor, die Plenumsmodalitäten stattdessen in einem öffentlichen Workshop zu erarbeiten und dann durch die gesamte Hamburger Community abstimmen zu lassen. Einen Vorstoß zu ersten öffentlichen Treffen findet sich bereits im Hamburg Forum.

Ein erstes Get-Together musste aufgrund ausbleibender Beteiligung kurz nach den Sommerferien leider vorerst verschoben werden. Damit das Thema nicht erneut auf der langen Bank landet schlage ich vor, das aktuelle Hamburger Botschafter:innen Plenum für alle Hamburger Foodsaver:innen zu öffnen. Zwar haben ohne die oben genannte Community-Neufassung einer Plenumsordnung bisher nur die amtierenden BOTs Stimmrecht, jedoch können sich alle Foodsaver:innen so schon einmal an den Diskussionen beteiligen und ihre Ideen, Fragen und Bedenken aktiv einbringen! Auch setzen wir so einen konkreten Startschuss für ein zukünftiges Hamburg Plenum.

Diskussion

  • In der Vergangenheit wurde ein vergleichbarer Antrag abgelehnt da diverse Bedenken bestanden
    • Im damaligen Hamburger foodsharing Plenum haben sich die Sitzungen aufgrund langer Diskussionen die sich schlussendlich im Kreis gedreht haben in die Nacht hinein gezogen. Dies hat vielen Engagierten die Motivation zur Beteiligung geraubt.
    • In der Vergangenheit bestand die Möglichkeit eine einzelne Plenumssitzung mit vielen Menschen zu besuchen und so die normalerweise Anwesenden einfach in einzelnen Themen zu überstimmen ohne sich am sonstigen demokratischen foodsharing Prozess zu beteiligen.
  • Es wurde vorgeschlagen zwischen öffentlichem und geschlossenen Plenumsteil zu trennen.
    • Seit sehr langer Zeit werden schon keine als vertraulich eingestuften Themen mehr im Hamburger Botschafter:innen Plenum diskutiert. Durch die Einführung der LMG / LS sind BOTs schon lange nicht mehr für die Ahndung von Regelverletzungen verantwortlich. Der Bedarf nach einer komplett vertraulichen Sitzung entfällt.
    • Genaue Plenumsmodalitäten müssen, sofern Abstimmungsfrage 1 und 2 angenommen werden, gemeinsam mit der Community ausgearbeitet und abgestimmt werden.
  • Um den Bedenken aus der Vergangenheit zu begegnen steht der zweistufige Ansatz zur Abstimmung. Hier wird das aktuelle Plenum in einer ersten Testphase für die gesamte Hamburger FS Community geöffnet. Im Anschluss wird das öffentliche Plenum gemeinsam mit der Community evaluiert und eine entsprechende Plenumsordnung für ein Hamburger foodsharing Plenum ausgearbeitet. Diese wird dann final durch die Community abgestimmt.

Abstimmungsfrage 1: Ab Oktober 2026 werden die Hamburger Botschafter:innen Plenumssitzungen als öffentliche Termine im Bezirk Hamburg eingestellt. Alle Hamburger Foodsaver:innen können an den regelmäßigen digitalen Plenumssitzungen (8. jedes Monats, 19:00 – 21:00 Uhr) teilnehmen. Stimmberechtigt bleiben vorerst die Botschaftenden.

Dafür: 4
Dagegen: 1
Enthaltungen: 5

Abstimmungsfrage 2: Es wird ein öffentlicher Community-Workshop durchgeführt in dem eine Struktur und Plenumsordnung für ein öffentliches Hamburger foodsharing Plenum ausgearbeitet wird. Diese Vorschläge werden im Nachgang der Community zur Abstimmung vorgelegt. Sofern diese positiv beschieden werden ersetzt das zukünftige Hamburger foodsharing Plenum das bisherige Hamburger Botschafter:innen Plenum.

Dafür: 4
Dagegen: 0
Enthaltungen: 6

TOP 3: Stammbezirksänderung durch Botschaftende aus aktuell besetzten Bezirken in andere Bezirke aus Gründen, die nicht durch Wohnortwechsel oder andere zwingende Umstände erforderlich sind

Wir haben vor einiger Zeit gemeinsam besprochen, dass wir soweit aus Verwaltungsgründen erforderlich FS aus unbesetzten in von aktiven BOTs besetzte Bezirke verlegen (etwa für Ausweisverlängerungen oder zur Verifikation), aber darüber hinaus keinesfalls ohne nachvollziehbare Sachgründe in die Bezirke anderer aktiver BOTs eingreifen. Davon ausgenommen sind ausdrücklich Erwägungen der Amtshilfe i.S.v. Vertretungsregelungen, bei denen allerdings der ursprüngliche Stammbezirk unverzüglich wieder hergestellt wird. Es wurde damals gemeinsam entschieden, dass keinesfalls der bloße Wunsch eines/einer FS ausreichend sein sollte, den Stammbezirk und damit den oder die zuständige BOT zu wechseln. Über diese informelle Übereinkunft hinaus wurde allerdings seinerzeit kein Beschluss gefasst.

Abstimmungsfrage: Es wird beantragt, dass Stammbezirkwechsel von aktiven, durch amtierende Botschafter oder Botschafterinnen besetzte Bezirke in einen anderen Bezirk ohne zwingende Sachgründe (etwa dokumentierter Wohnortwechsel) nur nach Rücksprache und mit Einverständnis des gegenwärtig zuständigen BOTs durchzuführen.

Dafür: 10
Dagegen: 0
Enthaltung: 0 

TOP 4: Umgang mit einer angebotenen Spende/Honorierung für einen Foodsharing-Workshop

Über den Bezirk HH West wurde angefragt, einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit mit anschließendem Schwerpunkt Foodsharing durchzuführen. Wir haben daraufhin einen zweistündigen Workshop für junge FSJlerinnen in Blankenese gegeben. Der Workshop kam sehr gut an.

Im Anschluss an den Workshop erhielten wir sehr positives Feedback. Die Leitung teilte uns außerdem mit, dass sie gerne 100 € als Anerkennung bzw. Spende dafür geben würde.

Da wir unsicher waren, ob und auf welchem Weg wir ein solches Geld annehmen könnten, haben wir beim FS-Gremium nachgefragt. Dort wurde uns mitgeteilt, dass grundsätzlich die Möglichkeit bestünde, den Betrag als steuerfreies Übungsleiter*innen-Honorar auszuzahlen. Dafür müsste eine Rechnung gestellt werden. Das Geld könnte anschließend beispielsweise für Anschaffungen im Zusammenhang mit Foodsharing verwendet werden.

Wichtig ist uns zu betonen:
    1. Es wurde bislang keine Rechnung gestellt
    2. Es ist bislang kein Geld geflossen
    3. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen.

Bevor wir weiter vorgehen, möchten wir gerne die Meinung des Plenums dazu einholen, wie mit solchen Angeboten künftig umgegangen werden sollte.

Diskussion

  • Das Geld sollte direkt an foodsharing gehen. Somit ist es transparent, wird stets mit mehreren Augen geprüft und kann dann von dort aus für foodsharing verwendet werden.
  • Ohne einen lokalen foodsharing Hamburg e.V. können wir das Geld nicht direkt in Hamburg einnehmen.
  • In diesem konkreten Fall sollte geprüft werden, ob der foodsharing e.V. das Geld für uns vereinnahmen kann. Danach können wir dieses für Infomaterial (Infomappen, Flyer, Aufkleber, ...) oder sonstige Öffentlichkeitsarbeit ausgeben.
  • Mittelfristig sollte ein foodsharing Hamburg e.V. gegründet werden welcher für die Verwaltung solcher Mittel genutzt werden kann.

Abstimmungsfrage:
Soll es Foodsaver:innen grundsätzlich möglich sein, für die Durchführung von Foodsharing-bezogenen Bildungs- und Informationsveranstaltungen angebotene Honorare bzw. Spenden anzunehmen, sofern diese transparent gemacht und regelkonform abgewickelt werden?

  1. Ja, das sollte grundsätzlich möglich sein: 0
  2. Ja, aber nur unter klar definierten Rahmenbedingungen (siehe Diskussion oben): 10
  3. Nein, solche Tätigkeiten sollten ausschließlich ehrenamtlich erfolgen: 0
  4. Enthaltung: 0

TOP 5: Überarbeitung der „Budni-Regel“ sowie „Beliebte-Betriebe-Regel“

Die hamburgspezifische „Budni-Regel“ und die „Beliebte-Betriebe-Regel“ sind nicht klar präzisiert worden und müssten dringend überarbeitet oder abgeschafft, gegebenenfalls durch eine neue Regel ersetzt werden. Ich freue mich über den Austausch zu dem Thema.

Diskussion

  • Die aktuellen „Budni-Regeln“ und „Beliebte-Betriebe-Regel“ sind definitiv überholt und müssen ersetzt werden.
  • Es wäre sinnvoll einen Katalog für die Team-Zusammensetzungskriterien zu erstellen der die alten Regeln ablöst.
  • Wir arbeiten einen Vorschlag für einen solchen Katalog aus und stellen ihn sobald fertig zur Abstimmung.

TOP 6: Müssen Verteilung von beliebten Betrieben nach Verifizierung sein, Bevorzugung der Bedarfsbetriebe erwünscht um die offenen Lücken zu unterstützen

Stimmt ihr einem hamburgweit einheitlichen und bedarfsgerechten Vorgehen bei der Vergabe z.B. von Betriebseinladungen in den Hamburger Bezirken zu? Dabei sollen vorrangig die Betriebe und Kooperationen berücksichtigt werden, bei denen tatsächlich personeller Unterstützungsbedarf besteht. Bereits ausreichend besetzte oder für weitere Foodsaver:innen geschlossene Betriebe sollen bei der Vergabe zusätzlicher Einladungen zunächst zurückgestellt werden. Ziel ist es, vorhandene Kapazitäten sinnvoll und ausgewogen auf die Hamburger Bezirke und Betriebe zu verteilen, bestehende Lücken gezielt zu schließen und dadurch langfristig eine verlässliche Besetzung unserer Kooperationen sicherzustellen. 

Diskussion

  • Nach initialer Erläuterung des Anliegens wurde eine ausgiebige Diskussion über aktuelle Probleme und deren Aspekte sowie unterschiedliche Lösungsvorschläge diskutiert.
  • Problematisch ist nicht nur die Aufnahme in Betriebe direkt nach der Verifizierung von FS sondern es mangelt trotz der Vorgaben im foodsharing Wiki an klaren Handlungsanweisungen für die Besetzung von Betriebsteams.
  • Dieses Problem wird aktuell von mehreren Plenumsanträgen parallel thematisiert. Hier ist eine Bündelung sinnvoll.
  • Die Botschaftenden sprechen sich für eine ganzheitliche Lösung über einen Katalog mit Kriterien und Vorgehensweisen für die Besetzung von Betriebsteams aus, wie bereits im vorherigen TOP vorgeschlagen.
  • Für einzelne Aspekte (z.B. verpflichtende Ausschreibung von Betriebsteamöffnungen statt direkte private Teameinladungen) müssen klare und durchsetzbare Regeln definiert werden. Nichtsdestotrotz muss den Betriebsverantwortlichen auch ihre eigenständige Verantwortung über die Teamzusammensetzung erhalten bleiben.
  • Es wäre erstrebenswert, wenn ein solches Dokument alle Betriebsspezifischen Regeln in Hamburg sammelt und damit alle bisherigen einzeln gefassten Plenumsbeschlüsse bündelt. Aktuell ist primär das Problem, dass es unübersichtlich ist und viele die einzelnen Regeln (z.B. BUDNI-Regel) garnicht kennen.
  • Der Anforderungskatalog soll gemeinsam in der HH BV AG diskutiert und entwickelt werden.

Abstimmungsfrage: Nach einer Verifizierung wird darauf geachtet das schwierige Betriebe bevorzugt werden, wo unterstützungsbedarf ist. Es werden ebenso keine Plätze im Vorwege reserviert! 

Dafür: 
Dagegen:
Enthaltungen: