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Protokoll BOT-Plenum: 08. April 2026

Ort
Online
Beginn
19:00 Uhr
Ende
21:03 Uhr
Anwesende Botschafter:innen
  • Alsha (346784),
  • Arild (421636),
  • Corinna (223133),
  • Esther (856998),
  • Irini (766846),
  • Karim (239825),
  • Katharina (554051),
  • Michaela (710446),
  • Nihal (93885)
  • Ralf (642342) (Ab TOP 4)
  • Thomas (280854) (Ab TOP 4)
Stimmenübertragung(en)

keine

Tagesordnungspunkte (TOPs)

Folgende öffentliche Tagesordnungspunkte wurden besprochen.

TOP 1: Bericht von dem foodsharing Zukunftsworkshop

Am Freitag den 03. April 2026 haben wir uns mit ca. 10 Menschen und einem Vierbeiner in Hamburg zur Zukunftswerkstatt foodsharing - Sharing FoodTour goes Hamburg getroffen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an @Anton für die Durchführung des Workshop!

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Folgend möchten wir euch einmal kompakt berichten, was wir gemacht und besprochen haben.

1) Workshop-Bericht

Wir haben damit gestartet uns darüber auszutauschen, was wir genau bei foodsharing machen, was uns zu foodsharing gebracht hat und welche Facetten an unserem gemeinsamen Engagement uns am Herzen liegen.

Folgend haben wir uns zuerst individuell überlegt, welche Aspekte in unseren Augen gerade nicht so gut laufen und wo wir Handlungs- bzw. Verbesserungspotential sehen. Gemeinsam in der Gruppe haben wir die unterschiedlichsten Themen zusammen getragen, eingeordnet und besprochen. Auch haben wir wertvolle Einblicke in die Strukturen und Prozesse anderer Bezirke mit ähnlichen Herausforderungen bekommen.

Schließlich haben wir gemeinsam in der Gruppe überlegt wie ein zukünftiges foodsharing ohne die zuvor benannten Problempunkte aussehen kann. Wir haben eine gemeinsame Zukunftsvision erarbeitet und skizziert welche Aspekte dazugehören könnten.

Zum Abschluss wurde ein Stichpunktprotokoll erstellt, welches ihr in dem oben verlinkten Termin findet und als Basis für diesen Bericht dient. Und natürlich wurden wir auch dem Namen des Treffens in der Form gerecht, als dass wir ordentlich food geshared haben 🍎

2) Idee: „Community-Workshops“ zu konkreten Themen

Es soll künftig Community-Workshops geben, in denen wir uns einzelnen Themen gezielt widmen – und dabei nicht nur reden, sondern konkret etwas erarbeiten. Zu einem Thema kann es auch mehrere Treffen geben.

Mögliche Themen (erste Sammlung):

  • Öffentliche Plena / Wie treffen wir Entscheidungen? (Frage nach resilienten Strukturen)
  • Konstruktive Konfliktklärung
  • Neulingsprozess
  • Betriebskoordination (BeKo)
  • Vereinsgründung

Weitere Themen können selbstredend jederzeit vorgeschlagen werden.

Rahmen / Grundideen dazu:

  • Die Workshops sollen in Präsenz in Hamburg stattfinden.
  • Die Moderations-AG kann solche Treffen anstupsen/anschieben, aber nicht selbst organisieren.
  • Wer organisiert?.
    • Das können ausdrücklich auch Neue oder bisher weniger eingebundene Personen machen – wichtig ist nur, dass wir sie aktiv ansprechen und abholen.
  • Zur Mitarbeit in diesem Workshop-Team wird öffentlich im Forum eingeladen.
  • Thema & Priorität legt jeweils die Person bzw. Gruppe fest, die den Workshop organisiert.
  • Es kann Online-Inputs aus anderen Bezirken geben

3) Idee: Vierteljährliche Bezirkstreffen

Wir möchten unabhängig der "Community-Workshops" wieder das Gemeinschaftsgefühl der Foodsaver:innen aus Hamburg und Umgebung stärken. Es soll wieder mehr gemeinsam an einem großen Strang gezogen werden.

Um das zu erreichen würden wir gerne wieder ein großes öffentliches Hamburg-Treffen etablieren. Dazu hat @Niels bereits einen entsprechenden Aufruf im Hamburg-Forum eingestellt: Öffentliche Bezirkstreffen in Hamburg. Schaut dort gerne vorbei und bringt euch ein!

TOP 2: Kooperation mit einem Bäckereibetrieb in Horn

Es lag eine Anfrage aus Stormarn Süd vor, ob trotz des geltenden Beschlusses gegen Neuansprachen für Backwaren eine Ausnahme für das ein Backwarenbetrieb in HH-Horn gemacht werden kann. Anlass ist, dass die Tafel Barsbüttel montags dort nicht mehr abholt und sie foodsharing als Alternative für die Übernahme der Rettung angefragt haben. Als Argumente wurden die hohe Qualität der Backwaren, die gute Verwertbarkeit und die Zusammenarbeit mit der Tafel Barsbüttel genannt.

Diskutiert wurde, ob eine Ausnahme trotz bestehendem Beschluss als Sonderfall gerechtfertigt ist oder diesen untergräbt. Die Positionen gingen auseinander.

Esther brachte ergänzend ein, dass eine soziale Organisation, zu der sie Kontakt hat, die Rettungen möglicherweise übernehmen könnte.

→ Esther wird zunächst bei der Organisation anfragen und rückmelden, ob die Rettungen beim übernommen werden können. Bis zu dieser Rückmeldung wurde keine abschließende Entscheidung zur Übernahme durch foodsharing getroffen. Die weitere Behandlung des Punktes erfolgt nach Vorliegen dieser Rückmeldung.

Eine Abstimmungsfrage wurde vorerst ausgesetzt.

TOP 3: Umgang mit „unpassenden“ Essenskörben / Thema im Forum

In der Vergangenheit kam es vor, dass Essenskörbe für andere Dinge als das reine Verschenken von Lebensmitteln genutzt werden. Konkret sind zwei Fallkategorien aufgefallen:

  1. Verschenk-Angebote von FS-nahen Dingen (Kühlboxen, Klappkisten, …)
  2. Verkaufs-Angebote von FS-nahen Dingen, konkret: Fahrradanhänger

Es wird gewünscht, dass das Plenum sich dazu positioniert, wie mit solchen Inseraten umgegangen werden soll.

Im Plenum wurde angerissen, dass es rechtliche Einschränkungen gäbe und Verkäufe steuerrechtlich problematisch sein können. Der Fokus sollte auf Verschenken statt Verkaufen sein. Es bestand Unklarheit darüber, ob Anwesende Botschafter:innen dieses Thema abschließend behandeln können, daher wurde die Frage zurückgestellt.

TOP 4: Umgang mit Krankheit oder längerem Ausfall von Botschaftern über vier Wochen

Bitte um Abstimmung für den Umgang mit Krankheit oder längerem Ausfall von Botschafter:innen über vier Wochen. Wie könnten wir verfahren? Alternativ könnte zusätzlich geklärt werden, inwieweit Ersatz-Botschafter:innen benannt werden können über das BBT (es gibt eine Arbeitsgruppe für solche Fallkonstellationen soweit bekannt ist).

Abstimmungsfrage: Wollen wir, dass Mit-Botschafter:innen für den Zeitraum X mit der Zustimmung desjenigen/derjenigen die Arbeit übernehmen?

Derzeit gibt es keine einheitliche Regelung für Vertretungen, wenn Botschafter:innen eines Bezirks länger ausfallen. Im Plenum wurde ein Bedarf für ein klares und verbindliches Verfahren innerhalb der aktuellen Bezirksstruktur festgestellt. Einigkeit bestand darüber, dass folgende Punkte geregelt werden sollen:

  • Standardvertretung pro Botschafter:in
  • Vorgehen bei plötzlichem Ausfall
  • Vorgehen bei absehbarem Ausfall

Die Abstimmungsfrage wurde zunächst ausgesetzt. Stattdessen soll die Fragestellung konkretisiert und durch einen von Thomas zeitnah erstellten Kurzleitfaden („Best Practice“) ergänzt werden. Über diesen Vorschlag soll anschließend im Forum per Daumen-Abstimmung entschieden werden.

TOP 5: Stadtteilangabe für sämtliche Betriebe/Fairteiler als verpflichtende Vorgabe

Durch die geplante Bezirkszusammenlegung könnte die Zuordnung und Suche nach Stadtteilen künftig erschwert werden. Vorgeschlagen wurde daher, Betriebe und Verteiler mit einheitlichen Stadtteilkürzeln zu ergänzen.

Diskutiert wurden sowohl die Vorteile für Auffindbarkeit und Orientierung als auch Bedenken zum Pflegeaufwand bei manueller Umsetzung. Zudem wurde erörtert, ob eine technische Lösung durch die IT sinnvoller wäre.

Einigkeit bestand, dass Suchfunktionen nach Stadtteil, Bezirk oder Postleitzahl erhalten bleiben müssen.

Eine endgültige Entscheidung zur Umsetzung wurde vertagt. Vorrangig soll nun geprüft werden, ob eine technische Lösung durch die IT möglich ist. Unklar ist derzeit noch, ob dies bereits durch Niels eingebracht wurde. Niels hatte bereits an alle geschrieben und gebeten, Hinweise, Kommentare und Ergänzungen zu geben, falls ihnen noch etwas auffällt oder nicht passt

TOP 6: Nomenklatur für sämtliche Betriebe/Fairteiler als verpflichtende Vorgabe

Aktuell gibt es ein uneinheitliches Benennungssystem mit unterschiedlichen Kürzeln und Schreibweisen, was die Übersicht und Wiederauffindbarkeit erschwert. Durch das kommende Release mit neuen Kategorien und Icons wird die Orientierung zusätzlich komplizierter, da diese Informationen nicht überall sichtbar sind und Listen weiterhin gemischt dargestellt werden.

Es wurde der Wunsch geäußert, dass eine verpflichtende, durchgängige und verbindliche Struktur für aktive und passive Objekte eingeführt wird. Dazu eine standardisierte Benennung inkl. einheitlicher Kürzel (z. B. für Betriebsarten) sowie Stadtteilkennzeichnung.

Im Plenum wurde das Für- und Wider besprochen.

Dafür sprechen:

  • Bessere Übersicht und schnellere Auffindbarkeit von Betrieben
  • Einheitliche Struktur statt vieler individueller Schreibweisen
  • Bessere Orientierung trotz neuer Release-Icons
  • Erleichterte Pflege und Auswertung der Daten

Aufgrund der Argumente, die dagegen sprechen, wie z.B.:

  • Hoher Umstellungsaufwand für bestehende Betriebe
  • Längere und komplexere Namen möglich
  • Eingriffe in bestehende Datenstrukturen organisatorisch anspruchsvoll
  • Umstellung kann zu Übergangsverwirrung führen
  • Uneinigkeit, ob der Nutzen den Aufwand rechtfertigt
  • Wer sollte für die Umsetzung sorgen und (wie) würde ein Nichtbefolgen „sanktioniert“ wurde keine sofortige verbindliche Einführung beschlossen.

Botschafter:innen dürfen ohne Beschluss nicht ohne das Einverständnis der BV einfach in den Betrieb eingreifen und z.B. den Betrieb umbenennen. Der Bedarf an mehr Einheitlichkeit wird gesehen, die konkrete Umsetzung soll jedoch weiter über Wiki/Forum abgestimmt und ggf. später formal beschlossen werden.

TOP 7: Vorschlag - Plenum in den Sommermonaten - Mai / Juni / Juli /August - im öffentlichen Raum z. B. Lokalitäten oder Räumlichkeiten, die uns zu Verfügung gestellt werden, stattfinden lassen und gegebenenfalls auch für die Gemeinschaft öffnen

Es wird vorgeschlagen in den Sommermonaten (Mai–August) ein Treffen der Botschafter:innen in Präsenz zu organisieren. Hintergrund: Austausch ist persönlicher und in den Sommermonaten haben alle mehr Lust ihr Haus für ein personliches Treffen zu verlassen.

Dabei sollen zwei Optionen geklärt werden:

  1. Ein internes Treffen nur für Botschafterinnen (als Präsenz-Plenum oder Austausch).
  2. Optional ein offenes Treffen mit Botschafterinnen und für alle Foodsharing-Mitglieder (Foodsaferinnen), falls das gewünscht ist.

Ein öffentliches Plenum wurde bereits früher diskutiert und eher abgelehnt, da es organisatorisch und inhaltlich schwer umsetzbar sei.

Es findet keine Abstimmung statt. Die Grundstimmung tendiert zu Option 1 (ohne Plenum). Irini wird einen Termin für ein lockeres persönliches Treffen der Botschafter*innen im Sommer organisieren, um Austausch und Kennenlernen (z.B. beim Grillen) zu ermöglichen.

TOP 8: Betreuung des „Austausch BV Hamburg“ im Forum

Bemängelt wurde im „Austausch BV Hamburg“-Forum aktuell eine unausgewogene oder scheinbar teilweise inaktive Admin-Besetzung. Eine Person sei aktiv, die andere kaum bzw. nicht sichtbar aktiv. Dadurch werden Entscheidungen (z. B. das Anpinnen wichtiger Beiträge) – so macht es den Anschein - von nur einer Person getroffen. Das führt zu der Sorge, dass relevante Inhalte in der Community weniger sichtbar werden.
Daher besteht der Wunsch nach Überprüfung bzw. Neuregelung der Admin-Positionen durch Wahlen oder eine Ergänzung um weitere aktive Personen. Ziel ist eine aktive, ausgeglichene Administration, die Entscheidungen gemeinsam trifft und das Forum verlässlich betreut.

Es wurde festgehalten, dass keine sofortige Abstimmung oder Entscheidung über neue Admins erfolgen sollte, sondern das Gespräch mit den aktuellen Admins gesucht werden, um zu klären, ob überhaupt Bedarf oder Wunsch nach weiterer Unterstützung besteht.